Allgemein

Wie kann man Gold und Silber an der Börse handeln?

Der Markt für Edelmetalle ist auch aufgrund aktueller Krisen mal wieder am boomen. Künftig wird wohl mehr und mehr Gold oder Silber an der Börse gehandelt. Gerade die Angst vor einer Inflation oder einer negativen Zinsentwicklung sorgt für weiterhin steigende Goldpreise. Der Handel mit Edelmetallen findet an der London Metal Exchange, kurz LME, der COMEX, die sich an der New York Mercantile Exchange befindet und in Singapur bei der SIMEX statt. Eine andere Möglichkeit ist der Handel mit Wertpapieren, die das Gold als Grundlage haben.

Gold oder Silber als Geldanlage

Bei der Tochter der Deutschen Bank, der DB ETC besteht die Möglichkeit, Gold zu hinterlegen. Gegen eine Jahresgebühr, die in etwa 0,6 % beträgt, wird der Einfluss der Währungen ausgeschaltet. Dadurch orientiert sich der Kursverlauf an der Goldpreisentwicklung der Börse. Jedoch können diese hinterlegten Goldbarren nicht tatsächlich ausgeliefert werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bei entsprechender Risikofreude, die Investments mit einem Hebeleffekt zu versehen. Dieser Hebeleffekt sorgt dafür, dass bei steigenden Preisen von Edelmetallen überproportionale Gewinne erwartet werden können. Sinken die Preise für die Edelmetalle, sind die Einbußen jedoch auch immens, sodass sogar ein Totalverlust eintreten kann. Wird ein Investment von Edelmetallen mit einem Hebeleffekt ausgestattet, sollte ein zusätzlicher Stoppkurs als Orderzusatz angegeben werden. Zudem gibt es durch die Royal Bank of Scotland und durch die Commerzbank diese Knock-out-Papiere in Kombination mit einem Währungsschutz.

Der Handel mit Edelmetallen

Anleger können einen reinen Fonds auf den Goldpreis anlegen, was mit ETCi oder ETFs möglich ist. Hier werden lediglich der An- und der Verkauf berechnet. Bezogen werden können diese Papiere ab etwa 100 Euro über die Hausbank oder auch über einen Broker. Informieren können Sie sich darüber im Internet oder direkt bei der Hausbank. Die Käufer, die hier mit Edelmetallen handeln, kaufen lediglich Wertpapiere, auch wenn es einige ETFs und ETCi gibt, bei denen das Gold physisch hinterlegt ist. Wer privat mit Gold handeln möchte, der kann bei ausreichender Erfahrung an der Börse Knock-Outs erwerben. Broker oder Banker hingegen setzen meist auf Edelmetalle oder auch auf Minen was wie bereits erwähnt ein Hochrisikogeschäft ist und daher nur sehr selten durch Privatpersonen durchgeführt wird und in die Hände professioneller Broker gehört.

Chaos-Theorie

Kaum eine wissenschaftliche Theorie ist so bekannt wie die Chaos-Theorie. Jeder hat schon einmal davon gehört, die wenigsten wissen wirklich worum es dabei geht. Dabei ist diese Theorie nicht nur dazu gut, Wettervorhersagen genauer zu machen, sondern auch die Risiken, denen zum Beispiel die Devisen-Märkte und Aktien-Besitzer ausgesetzt sind zu minimieren. Doch alles schön der Reihe nach.

Die Chaos-Theorie ist ein Versuch, in dynamischen Systemen Ordnung zu finden. Dynamische Systeme sind eigentlich mathematische Modelle, die einen Prozess im Verlauf seiner Zeit betrachten. Ein solches dynamisches System wird chaotisch genannt, wenn man die Anfangsbedingungen nur geringfügig ändert, man aber zu einem völlig anderen Ergebnis kommt. Unser Wetter ist ein solches System. Man kann es nur sehr schwer vorhersagen, weil, um das berühmteste Beispiel einmal aufzugreifen, ein Flügelschlag eines Schmetterlings reicht um es drastisch zu verändern. Darum ist eine genaue Wetterprognose nicht möglich und wird es wahrscheinlich auch niemals sein, selbst wenn man noch modernere Messgeräte baut und noch genauer die Zusammenspiele aus Druck, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und den vielen anderen Komponenten aus denen sich das Wetter zusammensetzt erkennt. Der Grund, warum man trotzdem weiter forscht ist, dass man die Wahrscheinlichkeiten, ob es zum Beispiel Sonne oder Regen gibt immer besser angeben kann. Und das ist nicht nur beim Wetter so.

Den ein weiterer großer Anwendungszweig der Chaos-Theorie sind zum Beispiel Finanz-Märkte. Auch hier ist es fast unmöglich voraus zu sagen, wie sich welcher Aktienkurs entwickeln wird, obwohl der aktuelle Kurs sich aus recht einfachen Regeln zusammensetzt. Er ist die Summe aller Entscheidungen der Aktienbesitzer, doch niemand kann mit letzer Sicherheit sagen, wie der Kurs sich entwickeln wird. Was man jedoch dank der Chaos-Theorie und dank fraktaler Mathematik sagen kann ist mit welcher Wahrscheinlichkeit sich der Kurs in diese oder jene Richtung ändern wird. Und auch wenn Wahrscheinlichkeiten nicht die kommenden Ereignisse voraus sagen, so sind sie doch besser als blindes Raten.

Die Unterstützungslinie als Hilfsmittel für Aktienkäufer

Der Begriff Unterstützungslinie kommt aus der Welt der Aktien. Die Unterstützungslinie ist eine Hilfe für Menschen, welche die Kurse beobachten und mit Aktien arbeiten. Die Unterstützungslinie zieht sich über die ganze Geschichte einer Aktie. Sie markiert grundsätzlich den Wert der Aktie nach unten, also den tiefsten Punkt, den eine Aktie jemals erreicht hat.

Man bezeichnet die Unterstützungslinie auch als das Preisniveau, unter das die Aktie nicht fallen kann. Die Unterstützungslinie soll in der Regel den Preis der Aktie anzeigen, an dem der an dieser Aktie interessierte Mensch diese Aktie kaufen würde, da er sich ein Steigen dieser Aktie verspricht. So würde die Aktie dann wieder Aufwind erhalten und das Preisniveau steigen.

Wie jeder weiß steigen und fallen Aktienkurse über die ganze Zeit der Öffnungszeiten der Börsen. Will man mit einer Aktie Geld erwirtschaften, so muss man es schaffen die Aktie zu einem niedrigen Kurs zu kaufen und zu einem höheren, am Besten einen wesentlich höheren Kurs zu verkaufen. Die Differenz zwischen dem Einkauf und dem Verkauf gehört dann demjenigen der mit der Aktie spekuliert hat. Davon gehen dann in der Regel noch Gebühren ab, für den Verkauf oder für das Aktiendepot.

Damit die Entscheidung für den richtigen Zeitpunkt leichter fällt gibt es einige Hilfen. Dazu gehört auch die Unterstützungslinie. Sie zeigt den tiefsten Stand an, denn die Aktie jemals hatte. Bei jedem Fall der Aktie wird die Unterstützungslinie auf ein neues Mal geprüft. Dabei gibt es nur zwei Möglichkeiten. Die beste Variante ist, dass die Unterstützungslinie sich bestätigt und der Kurs der Aktie wieder steigt und dies spätestens ab dem Punkt der Unterstützungslinie. Die Alternative ist nicht so schön. Denn dabei wird die Unterstützungslinie nicht bestätigt. Hier verschiebt sich die Unterstützungslinie weiter nach unten und markiert einen neuen historischen Tiefpunkt der Aktie und somit einen neuen Tiefstpreis der Aktie.

Fundamentalanalyse vs. Technische Analyse

Das Feld der Technischen Analyse umfasst die Einschätzung der weiteren Kursentwicklung eines Wertpapiers mittels Chartanalyse oder Marktanalyse. Dem gegenüber steht die auf grundlegende Wirtschaftszusammenhänge aufgebaute Fundamentalanalyse die sich auf bekannte Grunddaten stützt.

Technische Analyse

-Chartanalyse

Bei einer Chartanalyse soll die zukünftige Kursentwicklung anhand von historischen Börsendaten abgeschätzt werden. Die Chartanalyse nimmt an, dass alle wichtigen Fundamentaldaten auch in den historischen Kursen abstrakt enthalten sind und konzentriert sich auf das Erkennen von wiederkehrenden Mustern im Kursverlauf, die dann auf die Zukunft angewandt werden. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis für die Vorhersagemöglichkeiten der Chartanalyse.

-Marktanalyse

Die Marktanalyse versucht, Kursverläufe durch das Verhalten der Marktteilnehmer zu erklären. In der Marktanalyse wird versucht, Unterstützungs- und Verkaufskurse durch Abschätzen des Kauf- und Verkaufsverhaltens der Trader zu ermitteln. Die Marktanalyse berücksichtigt dabei die verschiedenen Arten von Anlegern und deren eher kurzfristige oder langfristige Orientierung. Im Gegensatz zur Chartanalyse wird hier versucht, Kursentwicklungen auf der Grundlage des Investorverhaltens rational zu begründen.

Fundamentalanalyse

Bei der Fundamentalanalyse wird versucht, einen angemessenen Preis für ein Wertpapier auf Grund von betriebswirtschaftlichen Daten und Marktlage zu ermitteln. Ziel der Fundamentalanalyse ist es, über- oder unterbewertete Aktien zu finden und so günstige Kaufgelegenheiten nutzen zu können. Wichtige Faktoren bei der Einschätzung eines fairen Preises sind die Eigenkapitalquote der Firma, Kurs-Umsatz und Kurs-Buchwert Verhältnisse, Gesamtkapitalrendite und weitere. Die Fundamentalanalyse stützt sich auf Kennzahlen aus den Berichten von Firmen, was sie objektiv macht. Politische Rahmenbedingungen und externe Risikofaktoren berücksichtigt sie im Regelfall nicht.

Vor- und Nachteile

Die Technische Analyse kann vor allem dann funktionieren, wenn ein Informationsmangel bei den Fundamentaldaten vorliegt und in diesem unsicheren Umfeld Entwicklungen abgeschätzt werden müssen, dabei spielt die Einschätzung der Stimmung der Marktteilnehmer eine große Rolle. Die Fundamentalanalyse zeigt Stärken bei der langfristigen Einschätzung von Kursen, kann aber kaum Aussagen über kurzfristige Entwicklungen treffen.

Primärer und Sekundärer Trend

Primärer und Sekundärer Trend sind Begriffe, die aus der Technischen Analyse stammen. Durch die Analyse eines Trends kann man die grundlegende Richtung des Kurses festlegen. Dabei kann die Dauer der Trends zwischen kurz-, mittel- und langfristig variieren. Ein primärer und auch ein sekundärer Trend sind Teil der Dow Jones Theorie. Ein primärer Trend stellt dabei einen Kursverlauf über mindestens neun Monate dar. Im Idealfall wird ein Jahr dargestellt. Hingegen ist ein sekundärer Trend, der von zwei Wochen bis hin zu neun Monaten andauert. Der Trend kann dabei ein Aufwärts, Seitwärts- und Abwärtstrend sein.

Den Primärtrend kann man in drei Phasen unterteilen. In der ersten Phase, die auch Akkumulationsphase genannt wird, kaufen informierte Anleger die Werte und haben an einer wirtschaftlichen Erholung teil. Während dieser Phase werden viele Anleger auf dem Markt den Wert abstoßen, informierte Anleger nutzen diesen Zeitpunkt um neue Bestande aufzubauen. In der zweiten Phase, der Partizipationsphase, haben immer mehr Anleger teil an dem wirtschaftlichen Vorteilen. In der dritten und letzten Phase, der Distributionsphase, stoßen die Anleger den Wert wieder ab. Rekordgewinne von Unternehmen fallen in diese Phase. Deshalb traut sich auch die Masse der Anleger an den Markt und beteiligt sich an dem Wert. Genau hier werden aber auch die Werte verkauft, die die Anleger in der ersten Phase gekauft haben. Basiert auf der Annahme, dass die Kurse wieder fallen werden, geschieht diese Handlung.

Neben dem primären und sekundären Trend gibt es auch ein tertiären Trend, der aber eher eine unbedeutende Rolle spielt. Nach der Trendtheorie werden Trends durch das Volumen bestätigt. Bei steigenden Kursen steigt auch das Volumen. Der Primärtrend wird auch als Major Trend bezeichnet. Der Sekundärtrend gilt allgemein als intermediarer Trend. Unbedingt muss aber auch das Volumen dem Trend folgen, ansonsten kann man sich nicht mehr auf die Dow Jones Theorie verlassen.

Was ist ein Trendkanal

Der Begriff “Trendkanal” kommt aus der Finanzwelt. Während der täglichen Arbeit an den Börsen, werden laufend Trendkanäle erstellt. Der Trendkanal ist, eine von vielen Techniken, zur Ermittlung einer Chartanalyse, welche für die Vorhersage zukünftiger Börsenkurse, entwickelt wird. Diese Form der Finanzanalyse definiert, die optimalen zeitlichen Abläufe, für An- und Verkauf von Finanzwerten. Ein Trendkanal entsteht, werden zwei parallele Linien (Trendlinien), mit ungleichen Weiten, im Chart eingezeichnet. Die Abstände der Linien sind unterschiedlich. Die Trendlinien geben zwei Werte wieder. Zum einen geben sie einen Endpunkt an, in dessen Richtung der Kurs laufen könnte, zum anderen haben sie eine Warnfunktion und zeigen an, sollte ein Kurs zu sehr von der geplanten Bahn abkommen.

Je enger der Trendkanal gezeichnet ist, desto kurzfristiger werden die Kursschwankungen wieder gegeben. Dementsprechend, je breiter ein Trendkanal gezeichnet wird, desto längerfristigere Kurszyklen werden wiedergegeben. Ist es möglich einen Trendkanal zu erstellen, kann eine ungefähre Tendenz eines Trends wiedergegeben werden. Zusätzlich ist eine Prognose über die bandbreite der Kursschwankungen möglich.

Die Abgrenzungen des Trendkanals heißen Widerstandslinie (obere Trendlinie) und Unterstützungslinie (untere Trendlinie). Bewegt sich der Kurs außerhalb des Trendkanals, ist dies ein Hinweis auf einen möglichen Kauf oder aber Verkauf. Unterschieden wird in drei unterschiedliche Trendkanäle.

Der Abwärtstrendkanal, bestehend aus zwei Abwärtstrendlinien. Der Kurs sollte innerhalb der beiden Linien abwärts pendeln. Wird der Trendkanal nach oben oder unten verlassen muss der Kanal neu definiert werden und eine mögliche zukünftige Kursbewegung neu prognostiziert werden.

Der Aufwärtstrendkanal ist das Pendant dazu. Die Trendlinien bewegen sich hier aufwärts. Durchbricht der Kurs den Kanal, muss er neu berechnet werden.

Liegt weder eine Aufwärts- noch eine Abwärtsbewegung vor, wird von einem Seitwärtstrendkanal gesprochen. Der Seitwärtstrend wird besonders interessant, verlässt der Kurs den Kanal. Er ist Grundlage für zahlreiche Kursziel-Methoden. Doch auch ein noch so gut erstellter Trendkanal ist kein Garant für einen entsprechenden Kursverlauf.

Was ist Money Management?

Money Management – ein häufig benutzter Begriff. Aber was verbirgt sich dahinter?

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine bestimmte Summe Geld, die Sie anlegen wollen. Sie haben nun je nach persönlicher Neigung verschiedene Möglichkeiten, etwa einen Sparbrief bei der Bank anzulegen, Aktien zu kaufen oder Ihr Geld in eine Immobilie zu stecken.

Money Management geht von einem Ansatz aus, bei dem die Sicherung Ihrer bereits bestehenden Werte im Vordergrund steht. Sie definieren also zunächst Ihre Ziele, um die richtige Anlagestrategie auswählen zu können. “Das schnelle Geld” werden Sie mit Money Management wahrscheinlich nicht erwirtschaften, dafür aber eine langfristige Wertsteigerung und die Absicherung Ihres Vermögen erreichen. Ausgehend von Ihrem Anlageziel, teilen Sie nun Ihre vorhandenen liquiden Mittel, Ihr Bar-Vermögen also, auf Anlageoptionen mit entsprechenden Laufzeiten und Chance/Risikoverhältnissen auf.

Durch die richtige Mischung der gewählten Anlageformen können Sie nicht nur Ihren erwarteten Ertrag optimieren, sondern begrenzen durch Streuung Ihrer Einlagen auf verschiedene Anlageformen das zu erwartende Risiko Ihres Gesamtportfolios. Ein wesentlicher Aspekt ist nicht nur die Wahl der richtigen Anlageklasse an sich, sondern auch die Auswahl der richtigen Produkte. Stellen Sie sich vor, Sie möchten Ihr Vermögen zu einem großen Teil in Investmentfonds anlegen. Angewandtes Money Management sollte für Sie bedeuten, verschiedene Wertpapiere konjunkturell gegenläufiger Branchen zu wählen, um eine möglichst gleichmäßige, moderate Wertsteigerung zu erzielen. Gleichermaßen sollten Sie aber auch Eingriffsgrenzen festlegen, um auf unerwartete Marktentwicklungen angemessen und überlegt reagieren zu können

Nicht zu vergessen, in diesem Zusammenhang ist auch das Thema der ständigen Liquidität. Ihr Barvermögen zu 100% langfristig anzulegen könnte unter Umständen heißen, dieses in Notfällen vorfristig wieder zu deinvestieren und dadurch eine schlechtere Performance durch nicht realisierte Renditen zu erzielen. Planen Sie im Rahmen Ihres persönlichen Money Managements also immer auch Barreserven ein, beispielsweise in Form von Tagesgeldern.

Was macht ein Analyst?

Diese Frage kann nicht auf Anhieb beantwortet werden, denn mittlerweile ist dieser moderne Beruf in mehrere Bereiche aufgeteilt worden und die Bandbreite an Aufgaben wird durch die Spezialisierung bestimmt. Allgemein kann man aber sagen, dass ein Analyst sich mit der Analyse von Sachverhalten und der Auswertung von Daten befasst. Es besteht kein tatsächlicher Unterschied zwischen Analyst und Analytiker, die verschiedene Wortwahl ist vielmehr auf unterschiedliche Sprachräume zurückzuführen.

Geschäftsanalysten werden oft als Business Analysten bezeichnet und sind bei Organisationen angestellt, um Anforderungen zu managen und Ziele und Verbesserungsvorschläge zu verwalten. Oft gehört auch die Softwareentwicklung und Softwareverbesserung zu ihren Aufgaben. Dabei bestimmen sie, welche Software sich für den jeweiligen Bereich am besten eignet und inwiefern man diese noch weiter optimieren kann. Somit bilden sie eine Art Brücke zwischen Finanz- und Technologieanalysten.

Finanzanalyst

Diese Analysten untersuchen mögliche Entwicklungen von Aktienkursen und Investitionen und beraten bei Geldanlagen. Besonders hier nutzt man heutzutage ausgeklügelte systematische Vorgänge, um möglichst genaue Vorhersagen treffen zu können. Viele Analysten mit hohem Niveau haben ihre eigene Vorgehensweise und bauen diese immer weiter aus. Dabei müssen sich Analysten an eine Art Ehrenkodex halten, welcher dazu dient die Interessen der Investoren zu schützen und das Eigeninteresse des Analysten einzudämmen.

Technologieanalyst

Die Technologieanalysten sind vor allen Dingen im IT-Bereich tätig. Auch hier sollen sie Trends vorhersagen, Leistungen und Anbieter vergleichen oder aufgrund von Kundenrückmeldungen Verbesserungsvorschläge zusammenstellen, welche den zukünftigen Erfolg maßgeblich bestimmen könnten. Außerdem ist es dieser Personenkreis, der die Bevölkerung in unterschiedlichen Medien über neue Gerätschaften aufklärt und ihnen beratend zur Seite steht. Sie sind die eigentlichen Vermittler zwischen den Konsumenten und großen Technologiekonzernen.

Nachrichtendienstanalytiker

An dieser Stelle spricht man nur von Analytikern und niemals von Analysten. Bei Fernsehsendern oder Zeitungsverlagen sind sie für die Analyse von Quellen zuständig, um der Nachrichtenerstattung ein möglichst kompaktes, aber dennoch vielseitiges Bild zu liefern. Auch die Auswertung von Quoten gehört zu ihrem Aufgabenbereich und somit bestimmt man als Nachrichtendienstanalytiker auch die zukünftigen Medieninhalte in einem bestimmten Rahmen maßgeblich.

Was macht ein Charttechniker

Die Chartanalyse ist ein Teilgebiet der Technischen Analyse. Eine Voraussetzung der Technischen Analyse ist, dass bestimmte Verhaltensweisen der Marktteilnehmer sich regelmäßig wiederholen, was zu bestimmten Mustern führt. Ziel der Technischen Analyse ist, Prognosen zu machen bezüglich der Entwicklung von frei gehandelten Finanzwerten. Dies kann sowohl eine Aktie sein, eine Anleihe, ein Rohstoff wie Kaffee oder eine Option.

Ein Charttechniker versucht, bei der auf einem Chart dargestellten Kursreihe zu analysieren, ob der zugrunde liegende Markt sich momentan in einem Auf-, Abwärts- oder Seitwärtstrend befindet. Sofern er einen Trend auf dem Chart identifiziert hat, verbindet er mindestens zwei, in der Regel mehrere Hoch- oder Tiefpunkt einer Trendbewegung mit einer Linie, die dann als Trendlinie bezeichnet wird. Sofern möglich, legt er parallel zu dieser Trendlinie eine zweite Linie, so dass sich ein Trendkanal auf dem Chart formt, innerhalb dessen Grenzen sich die Kursreihe in der Regel bewegt. Ferner sucht der Charttechniker nach bestimmten Mustern auf dem Chart, die eine Umkehr oder eine Fortführung eines identifizierten Trends andeuten. Als Beispiel für solch ein Muster sei das Doppeltop erwähnt, eine beliebte Formation bei Charttechnikern, die nach einem starken Aufwärtstrend häufig zu beobachten ist und auf eine Umkehr hindeutet. Sie setzt sich aus einem starken Anstieg des Kurses zusammen, der gefolgt wird von einem deutlichen Rückgang, der den Anstieg um ca. 30 Prozent korrigiert. Es erfolgt ein erneuter Anstieg des Kurses, ohne dass das alte Hoch markant übertroffen werden kann. Sofern der Kurs im Folgenden einen Rückgang verzeichnet, welcher unter der ersten Korrektur endet, ist das Chartmuster abgeschlossen und es wird davon ausgegangen, dass ein neuer Trend begonnen hat.

Eine große Hilfe bei der Chartanalyse sind Unterstützungs- und Widerstandszonen. Damit werden Preislevel bezeichnet, die eine besondere Bedeutung haben. Gewöhnlich haben diese Preislevel einen Bezug zu vergangenen Ereignissen. Das Allzeithoch einer Aktie wird zum Beispiel häufig als signifikanter Widerstand bezeichnet, und es wird davon ausgegangen, dass eine Aktie, die an ihr Allzeithoch heranreicht, erst einmal an dem Widerstand „abprallt“, da viele Verkäufer diese Marke als einen lukrativen Verkaufspunkt betrachten. Jedoch können auch Zahlen als Widerstand oder Unterstützung fungieren, die keinen Bezug haben zur Vergangenheit. Häufig trifft dies beispielsweise auf runden Zahlen zu. So benötigte der der Dow Jones Industrial Average im Jahr 2007 mehrere Anläufe und insgesamt 8 Wochen, bis er die Marke von 14.000 Punkten überwunden hat. Auch wenn es keinen rationalen Grund gibt, dass die Marke von 14.000 Punkten einen weiteren Kursanstieg beeinträchtigen sollte, wird der Markt von Menschen gemacht, die über Angebot und Nachfrage bestimmen. Menschen wiederum orientieren sich bewusst oder unbewusst an bestimmten Zahlen, wie etwa einem Allzeithoch, das man lange im Gedächtnis behält, oder einer runden Zahl, wie etwa 14.000 Punkte.

Was sind Candlesticks und Candlestickformationen?

Was sind Candlesticks?

Candlesticks oder auch Candlestick-Charts sind Ausdrücke der technischen Analyse des Kursverlaufes eines Wertpapiers. Übersetzt werden die Begriffe mit Kerzencharts.
Gezeichnet werden die Candlesticks wie die sogenannten Barcharts, mit dem Unterschied, das der Körper als Rechteck dargestellt wird. Die dünnen Linien oberhalb und unterhalb des Kerzenkörpers nennt man Schatten (es existieren auch andere gebräuchliche Ausdrucksweisen, wie Lunte oder Docht).

Anhand der Farbe der Kerzen kann man erkennen, ob es sich um einen positiven oder negativen Kursverlauf handelt. Üblicherweise werden Kerzen, die einen positiven Kursverlauf nahmen (Schlusskurs lag über Eröffnungskurs), grün oder schwarz abgebildet.
Dabei bildet die untere Begrenzung des Kerzenkörpers (nicht die Lunten), den Eröffnungskurs, die obere Begrenzung, den Schlusskurs.

Ein negativer Kursverlauf der Kerze wird (Schlusskurs lag unter Eröffnungskurs) rot oder weiß gezeichnet. Die obere Begrenzung des Kerzenkörpers stellt jetzt den Eröffnungskurs dar, während die untere Begrenzung den Schlusskurs anzeigt.
Die Schatten repräsentieren nun die Kursspitzen, die sich während der Handelsperiode ergeben haben sprich Höchst- und Tiefstkurse.

Was sind Candlestickformationen und wozu dienen sie?

Aus der Reihenfolge, in der die Kerzen in einem Chart vorkommen, kann man bestimmte Muster erkennen. Diese deuten oftmals auf eine bestimmte Situation hin.

Umkehrformationen: „Hanging Man“, Hammer

Die Kerzen sind gekennzeichnet durch einen kleinen Körper und einem langen unteren Schatten, die Farbe spielt eine untergeordnete Rolle. Die Begrifflichkeiten orientieren sich am Aussehen dieser Kerzen. Die Formation muss nach einem Trend (Auf- oder Abwärtstrend) auftreten, am besten in einem markanten Kursbereich, das heißt nahe dem höchsten beziehungsweise niedrigsten Punkt.
Wenn dies gegeben ist, deutet alles auf eine Trendumkehr hin.

„Evening Star“, „Morning Star“

Auch diese Candlestickformationen deuten auf eine Trendumkehr hin. Sie besteht aus drei Kerzen. Die mittleren Kerzen sind gekennzeichnet, durch einen kleinen Kerzenkörper, der sich nicht mit dem vorhergehendem Körper überschneidet (es entsteht eine Kurslücke). Die nachfolgende Kerze muss sich in Trendumkehr bewegen und am besten weit in die erste Kerze vordringen.