Chaos-Theorie

Kaum eine wissenschaftliche Theorie ist so bekannt wie die Chaos-Theorie. Jeder hat schon einmal davon gehört, die wenigsten wissen wirklich worum es dabei geht. Dabei ist diese Theorie nicht nur dazu gut, Wettervorhersagen genauer zu machen, sondern auch die Risiken, denen zum Beispiel die Devisen-Märkte und Aktien-Besitzer ausgesetzt sind zu minimieren. Doch alles schön der Reihe nach.

Die Chaos-Theorie ist ein Versuch, in dynamischen Systemen Ordnung zu finden. Dynamische Systeme sind eigentlich mathematische Modelle, die einen Prozess im Verlauf seiner Zeit betrachten. Ein solches dynamisches System wird chaotisch genannt, wenn man die Anfangsbedingungen nur geringfügig ändert, man aber zu einem völlig anderen Ergebnis kommt. Unser Wetter ist ein solches System. Man kann es nur sehr schwer vorhersagen, weil, um das berühmteste Beispiel einmal aufzugreifen, ein Flügelschlag eines Schmetterlings reicht um es drastisch zu verändern. Darum ist eine genaue Wetterprognose nicht möglich und wird es wahrscheinlich auch niemals sein, selbst wenn man noch modernere Messgeräte baut und noch genauer die Zusammenspiele aus Druck, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und den vielen anderen Komponenten aus denen sich das Wetter zusammensetzt erkennt. Der Grund, warum man trotzdem weiter forscht ist, dass man die Wahrscheinlichkeiten, ob es zum Beispiel Sonne oder Regen gibt immer besser angeben kann. Und das ist nicht nur beim Wetter so.

Den ein weiterer großer Anwendungszweig der Chaos-Theorie sind zum Beispiel Finanz-Märkte. Auch hier ist es fast unmöglich voraus zu sagen, wie sich welcher Aktienkurs entwickeln wird, obwohl der aktuelle Kurs sich aus recht einfachen Regeln zusammensetzt. Er ist die Summe aller Entscheidungen der Aktienbesitzer, doch niemand kann mit letzer Sicherheit sagen, wie der Kurs sich entwickeln wird. Was man jedoch dank der Chaos-Theorie und dank fraktaler Mathematik sagen kann ist mit welcher Wahrscheinlichkeit sich der Kurs in diese oder jene Richtung ändern wird. Und auch wenn Wahrscheinlichkeiten nicht die kommenden Ereignisse voraus sagen, so sind sie doch besser als blindes Raten.

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