Primärer und Sekundärer Trend

Primärer und Sekundärer Trend sind Begriffe, die aus der Technischen Analyse stammen. Durch die Analyse eines Trends kann man die grundlegende Richtung des Kurses festlegen. Dabei kann die Dauer der Trends zwischen kurz-, mittel- und langfristig variieren. Ein primärer und auch ein sekundärer Trend sind Teil der Dow Jones Theorie. Ein primärer Trend stellt dabei einen Kursverlauf über mindestens neun Monate dar. Im Idealfall wird ein Jahr dargestellt. Hingegen ist ein sekundärer Trend, der von zwei Wochen bis hin zu neun Monaten andauert. Der Trend kann dabei ein Aufwärts, Seitwärts- und Abwärtstrend sein.

Den Primärtrend kann man in drei Phasen unterteilen. In der ersten Phase, die auch Akkumulationsphase genannt wird, kaufen informierte Anleger die Werte und haben an einer wirtschaftlichen Erholung teil. Während dieser Phase werden viele Anleger auf dem Markt den Wert abstoßen, informierte Anleger nutzen diesen Zeitpunkt um neue Bestande aufzubauen. In der zweiten Phase, der Partizipationsphase, haben immer mehr Anleger teil an dem wirtschaftlichen Vorteilen. In der dritten und letzten Phase, der Distributionsphase, stoßen die Anleger den Wert wieder ab. Rekordgewinne von Unternehmen fallen in diese Phase. Deshalb traut sich auch die Masse der Anleger an den Markt und beteiligt sich an dem Wert. Genau hier werden aber auch die Werte verkauft, die die Anleger in der ersten Phase gekauft haben. Basiert auf der Annahme, dass die Kurse wieder fallen werden, geschieht diese Handlung.

Neben dem primären und sekundären Trend gibt es auch ein tertiären Trend, der aber eher eine unbedeutende Rolle spielt. Nach der Trendtheorie werden Trends durch das Volumen bestätigt. Bei steigenden Kursen steigt auch das Volumen. Der Primärtrend wird auch als Major Trend bezeichnet. Der Sekundärtrend gilt allgemein als intermediarer Trend. Unbedingt muss aber auch das Volumen dem Trend folgen, ansonsten kann man sich nicht mehr auf die Dow Jones Theorie verlassen.

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